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Fact Paper :
Oil:
- Oil is the most important energy source.
- 3.5 milliard tons are used every year
- 1960th huge oil supply found in the North Sea
- Esso the oil company gains about 22% of their oil through the North Sea
- 33 Million tons of C02, 115500 tons of Methane, 15000 tons of Nitrate and 9000 tons of oil were released by drilling platforms in 1991.
- 13 % of the oil in the sea comes from accidents the rest from drilling waste, drilling mud from Production water
- Between 1963 and 1996, 686 tankers sank
- Prestige sank 170 km away from the Spanish coast line with 70000 tons of oil which was polluted many beaches
- EU passed laws about how old a tanker may become before they should stop using it
- Greenpeace want American rules


Overfishing:
- 90% of all the animal life has been removed from the oceans
- Causes disruption in the ecosystem (Keltforest being destroyed by the Sea Urchin
- Distributions the food chain
- 52% of the areas have been so much overfished/and still are, that there is basically no chance for an increase of the fish population
- Especially Territorial waters have been wished empty
- Industries will and already did decline or collapse.
- Per year 141.4 million tons of fish are caught every year.
- Since 1950-1990 the quotes have quadrupled
- Fisher use high technology and strong/long/ tiny nets to even catch fish which lifes at the bottom of the ocean
- Alternative Aquaculture. 40% of the fish on the market comes from it. Seems to be the only solution about the overfishing problem. Only problem where to put the massive amount of sewage and how you should feed all these animals (of cause with other kind of fish which has to catched).
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# Posté le mercredi 11 novembre 2009 18:45

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ÖLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLll

Die Nordsee zählt heute zu den größten Fördergebieten der Offshore-Industrie weltweit. Doch Suche, Förderung und Transport von Erdöl bleiben nicht ohne Folgen für das Meer. Allein 1999 gelangten, nach Schätzungen der Oslo-Paris-Kommission (OSPAR), ca. 9.000 Tonnen Öl in die Nordsee. Greenpeace fordert, dass die Ölindustrie, allen voran der größte und reichste Konzern Esso, künftig ihre Investitionen in erneuerbare Energien umlenkt.

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• Plattform/Bohrinsel Dunlin A in der Nordsee. Oelverschmutzung im Wasser.
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Die Nordsee - ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
Die Nordsee spielt in unserem Leben eine wichtige Rolle. Sei es, um an ihren Stränden Erholung zu finden oder sich von ihrem Fischreichtum zu ernähren. Sie beeinflusst unser Wetter. Aus ihren Tiefen holen wir Bodenschätze wie Gas und Öl, um daraus Energie für unser tägliches Leben zu gewinnen. Und wir nutzen die Nordsee als Transportweg. Die Nordsee ist ein äußerst dynamischer Lebensraum und somit einem ständigen Wandel unterworfen. Diesen Wandel beeinflusst der Mensch in immer größerem Ausmaß. Überfischung, alltägliche Verschmutzung durch den Schiffsverkehr und die Offshore-Industrie, immer wiederkehrende Schiffsunglücke und nicht zuletzt der Eintrag von Giftstoffen aus den Flüssen und über die Atmosphäre setzen der Nordsee immens zu.
Die Nordsee hat eine Fläche von rund 575.000 Quadrat- Kilometern. Das entspricht in etwa der Größe Frankreichs und Belgiens. Die mittlere Wassertiefe beträgt 70 Meter, wobei die Tiefe von Süden nach Norden immer mehr zunimmt. Die Strömungsverhältnisse in der Nordsee laufen entgegen dem Uhrzeigersinn, und es dauert durchschnittlich ein bis drei Jahre, bis das Wasser der Nordsee einmal vollständig ausgetauscht ist.
Ein großes Problem: Das Öl
Vielen von uns sind die dramatischen Bilder von großen Tankerunglücken im Gedächtnis, wenn wir an Öl im Meer denken. Doch so spektakulär diese Unfälle auch sind, sie stellen nicht den Haupteintrag von Öl in die Nordsee dar. Nur etwa 13 Prozent des jährlich ins Meer gelangenden Öls stammt von Tankerunfällen. Der weitaus größte Anteil von rund drei Millionen Tonnen Öl, die jährlich in die Weltmeere fließen, stammen vom normalen Schiffsverkehr, aus kommunalen Abwässern, aus natürlichen Quellen und vom täglichen Betrieb auf den Ölplattformen.
Industriegebiet Nordsee

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• Oelbohrplattform/Bohrinselen im Brent Oil Field.
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Als in den sechziger und siebziger Jahren in der Nordsee Erdöl und Erdgas entdeckt wurden, entwickelte sich eines der größten Investitionsvorhaben der Industriegeschichte. Heute gehört die Nordsee weltweit zu den größten Fördergebieten der Offshore-Industrie. Zur Zeit befinden sich mehr als 450 Öl- und Gasplattformen in der Nordsee. Die meisten davon im englischen Sektor, gefolgt vom norwegischen, dem niederländischen und dem dänischen Sektor. Schlusslicht ist der deutsche Sektor, in dem sich zuzeit zwei Plattformen befinden. Insgesamt wurden im Jahr 2000 ca. 300 Millionen Tonnen Öl und etwa 100 Milliarden Kubikmeter Gas aus der Nordsee gefördert. [1]
Die Bundesrepublik Deutschland hat im Jahr 2001 ca. 37 Mio. Tonnen Rohöl aus der Nordsee bezogen (Gesamteinfuhr ca. 105 Mio. Tonnen). Norwegen lieferte 20,7 Mio. Tonnen, Großbritannien 15,4 Mio. Tonnen. Damit war die Nordsee wichtigster Rohöllieferant für Deutschland.
Auswirkungen der Öl- und Gasförderung in der Nordsee
Die Suche, die Förderung und der Transport von Öl aus der Nordsee bleibt nicht ohne Folgen für das Meer. Auf vier Wegen gelangt das Öl ins Meer. Durch Unfälle, durch das sogenannte Produktionswasser, durch auf Öl basierendem Bohrschlamm, gemischt mit Bohrabfällen (sogenanntes Bohrklein) und schließlich durch die Abfackelung von Gas. Letzteres macht aber bei weitem den geringsten Teil aus (siehe Abbildung). Nach Schätzungen der Oslo-Paris-Kommission (OSPAR), gelangten 1999 ca. 9.000 Tonnen Öl in die Nordsee. Darüber hinaus werden Jahr für Jahr rund 100.000 Tonnen Chemikalien in die Nordsee geleitet. Als Folge, so ergaben wissenschaftliche Untersuchungen, sind mittlerweile zwischen 5.000 und 8.000 Quadratkilometer Nordseeboden verschmutzt - eine Fläche zweimal so groß wie das Saarland.
Öleinträge in die Nordsee von den in den Nordseeanliegerstaaten betriebenen Offshore- Plattformen, Quelle: OSPAR-Kommission, 1999: Bei der Gasabfackelung gelangten 1999 ca. 33 Mio. Tonnen Kohlendioxid (CO2), 115.500 Tonnen Methan (CH4) sowie 115 000 Tonnen Stickoxide (NOX) von den Plattformen in die Atmosphäre. Allein der Ausstoß an Kohlendioxid entspricht in etwa dem jährlichen Ausstoß von Norwegen.
Öl von Esso
Esso [2] ist zur Zeit der weltgrößte Ölkonzern. In über 50 Ländern ist er mit Förderprojekten für Öl und Gas aktiv. In diesen Ländern wurden im vergangenen Jahr ca. 200 Millionen Tonnen Öl und Gas zu Tage gefördert. Dabei muss der Konzern jährlich 10 Prozent seiner gesamten Fördermenge neu erschließen, um die sinkende Produktion aus versiegenden Quellen zu ersetzen - Tendenz stark steigend. Im Gegensatz zur Konkurrenz, vor allem von Shell und BP, hat sich Esso vollständig dem Kerngeschäft Öl und Gas verschrieben, trotz der nicht mehr von der Hand zu weisenden Tatsache, dass der Verbrauch von Öl maßgeblich zum Treibhauseffekt und damit zum Klimawandel beiträgt. Während andere Mineralölkonzerne, wenn auch zaghaft, in die Entwicklung von erneuerbaren Energien einsteigen, lehnt Esso diesen Schritt nicht nur ab, sondern leugnet sogar den Zusammenhang zwischen den erhöhten Kohlendioxid-Emissionen und dem daraus resultierenden Klimawandel. Der Konzern lässt nichts unversucht, um alles, was seine Suche nach Öl und Gas stört, zu beseitigen.
Esso und die Nordsee
Esso (inklusive Mobil) beteiligt sich an der Ausbeutung der Öl- und Gasfelder in der Nordsee. Entweder betreibt das Unternehmen eigene Anlagen oder aber ist an Installationen mit einem unterschiedlich hohen Anteil beteiligt. Insgesamt ist Esso zur Zeit an 90 Produktionsfeldern sowohl im britischen als auch im norwegischen Sektor beteiligt. Die Förderung von Öl und Gas aus der Nordsee macht immerhin 22 Prozent der weltweiten Förderung von Esso aus. Im Jahr 2000 kamen jeweils ca. 15 Mio Tonnen Öl aus dem englischen bzw. dem norwegischen Sektor. Im Jahr 2000 förderte Esso damit 10 Prozent der Gesamtfördermenge. Esso ist daran interessiert, auch in den nächsten Jahren einen großen Anteil seiner weltweiten Förderung aus der Nordsee zu gewinnen. (Quelle: ExxonMobil 2000 Financial & Operating Review)
Dazu müssen in den nächsten Jahren Milliarden US-Dollar investiert werden, entweder um den letzten Tropfen Öl bzw. das letzte Quentchen Gas aus bereits bestehenden Quellen herauszuholen oder aber um neue Öl- und Gasfelder zu finden und auszubeuten.


Sehr wichig : http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l#Entstehung
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# Posté le mercredi 11 novembre 2009 10:41

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GEOGRAPHY PROJECT – using the oceans:
Mit Überfischung bezeichnet man die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes in einem Gewässer durch Fischfang. Überfischung liegt vor, wenn in einem Gewässer dauerhaft mehr Fische gefangen werden, als durch natürliche Vermehrung nachwachsen oder zuwandern. Es gilt als typisches Beispiel für ein soziales Dilemma im Sinne der Tragik der Allmende.
Merkmale der Überfischung [Bearbeiten]
Überfischung ist, vor allen anderen menschlichen Eingriffen in marine Ökosysteme, die wichtigste Ursache für den derzeit zu beobachtenden massiven Rückgang der Bestände vieler Arten (Spezies) in den Meeres- und Küstenökosystemen. Bei einigen Arten kann es sogar zum Aussterben kommen. Weitere tiefgreifende ökologische Störfaktoren in Meeresökosystemen sind unter anderen Schadstoffeintrag, Überdüngung, Abbau von Bodenschätzen und anthropogene Klimaänderung. In Zeiten vor der menschlichen Einflussnahme waren die betroffenen Fischspezies, in einer − im Vergleich zu heute − unvorstellbar großen Zahl und Fülle vorhanden.
Paläoökologische, archäologische und historische Daten zeigen, dass es vom Beginn der Überfischung bis zu den zwangsläufig folgenden dramatischen Änderungen in den ökologischen Lebensgemeinschaften (Biozönosen) eine zeitliche Verzögerung von Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten gibt. Dies erklärt sich daraus, dass nicht befischte Spezies derselben trophischen Ebene (Stellung in der Nahrungskette) die ökologische Nische der überfischten Spezies einnehmen – solange bis sie ihrerseits überfischt oder an epidemischen Krankheiten als Folge ihrer Überbevölkerung (verursacht durch das Wegfallen der konkurrierenden Spezies) dezimiert sind.
Laut dem Zweijahres-Bericht (The state of World Fisheries and Aquaculture 2006) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) zum Fischfang, der im März 2007 veröffentlicht wurde, sind 52 % der Meeresfisch-Bestände so intensiv befischt, dass eine Steigerung nicht mehr möglich ist. Von allen beobachteten Beständen befinde sich ein Viertel in bedenklichem Zustand. Dieser Teil sei entweder übernutzt (17 %), stark zurückgegangen (7 %) oder erhole sich langsam (1 %). Betroffen sind vor allem Arten, die zwischen nationalen Hoheitsgewässern wandern oder außerhalb dieser Zonen gefischt werden. Dazu zählen mehr als die Hälfte der wandernden Hai-Arten und zwei Drittel der wandernden Hochseebestände, wie Kabeljau, Heilbutt, Blauflossen-Thunfisch, Granatbarsch oder Riesenhai. Die Zahl der nur moderat ausgebeuteten Fischbestände ist seit den 1970er Jahren bis 2006 von 40 % auf 23 % gesunken. Überfischte Meere sind der Studie zufolge vor allem der Südost-Atlantik, der Südost-Pazifik, der Nordost-Atlantik (und damit die Nordsee) sowie die Lebensräume der Hochsee-Thunfischarten im Atlantik und im Indischen Ozean. In diesen Gebieten betrage der Anteil der überfischten Bestände bereits 46−66 %. Laut Greenpeace Schweiz (Broschüre "Stoppen wir die Plünderung der Meere", August 2009) hat sich die totale Fangmenge seit 1950 verfünffacht, und dies ohne die illegalen Fang-Aktivitäten. Der Restbestand an Blauwalen betrage noch 1,7 %, derjenige an Thunfisch 10 %. Man müsse deshalb, so Greenpeace, 40 Prozent der Meere unter Schutz stellen.
In der EU-Fischereipolitik werden Quoten festgelegt, welche die Empfehlungen der ICES jedes Jahr durchschnittlich um 48% überschreiten. Dies ist einer der wesentlichen Gründe, warum inzwischen 88% der Fischbestände in den EU-Gewässern überfischt sind, während es in den 1970er Jahren lediglich 10% waren.[2]
Überfischung kann auch zur Ursache von Konflikten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern werden. So nennt der Kenianer Andrew Mwangura, dessen Seafarers Assistance-Programme in 90 Prozent aller Kaperungen zwischen somalischen Piraten und Reedern vermittelt, illegales Fischen als Wurzel der Piraterie.[3]
Maßnahmen gegen Überfischung [Bearbeiten]
Maßnahmen gegen die Überfischung sind z. B. supranationale Überfischungsabkommen oder die Einrichtung von Fischerei-Schutzzonen, mit denen der freie und ungehinderte Fischfang zeitlich begrenzt bzw. dauerhaft eingeschränkt oder durch Fangquoten festgeschrieben werden.
FANGQUTEN : Es handelt sich um einen Begriff der Fischerei. Unter einer Fangquote versteht man eine festgesetzte Menge an Wassertieren (Fischen, Walen u. a.), die in einem festgesetzten Gebiet während eines Zeitraumes gefangen werden dürfen.
Sie werden z. B. durch Gesamtfangzahlen für eine Fischart (Total Allowable Catch - TAC) ausgedrückt. Diese Gesamtfangzahlen sollten kleiner oder gleich dem maximalen nachhaltigen Ertrag (Maximum Sustainable Yield - MSY) sein.
Fangquoten werden politisch festgelegt. Grundlage sollten Berechnungen der Fischereiwissenschaft sein. Aus politischen Gründen werden meist höhere Fangquoten beschlossen. Die Folge ist eine Überfischung, die Bestände gehen zurück, so dass in den folgenden Jahren weniger Tiere gefangen werden können oder diese sogar auszusterben drohen.

Verbraucherinformationen [Bearbeiten]
Ratgeber von Umweltschutzorganisationen wie beispielsweise von Greenpeace[4] oder dem WWF[5] und Umweltsiegel (sog. Prüfsiegel) auf Produkten wie beispielsweise das des MSC (Marine Stewardship Council), das Label Friend of the Sea (FOS), das Label fair-fish für tierschonende, nachhaltige und fair bezahlte Fischerei oder das vom US-amerikanischen Earth Island Institute ins Leben gerufene Programm SAFE für delfinsicher gefangenen Thunfisch, versuchen Verbraucher auf das Problem aufmerksam zu machen.[6][7]

Gesundheitscheck für die Meere

Beutejäger, die ganz oben in der Nahrungskette stehen, sind ein Schlüsselindikator für die Gesundheit des Ökosystems. Ihre Populationen schwinden in beängstigendem Tempo. Von den großen Fischen, die viele von uns so gern essen, wie etwa Tunfisch, Schwertfisch, Marlin, Kabeljau, Heilbutt, Rochen und Flunder sind seit Beginn der industriellen Fischerei in den 1950er Jahren 90 Prozent der Bestände leer gefischt worden. Der Schwund an solchen "Top-Spezies" kann einen Wandel der gesamten Meeresumwelt verursachen, wenn kleine Plankton fressende Fischarten an die Stelle von kommerziell wertvollem Fisch treten. Es ist nicht auszuschließen, dass noch in diesem Jahrhundert Rekordernten von Quallen die von Menschen normalerweise verzehrten Fischarten ersetzen werden.

Solche Veränderungen gefährden die Meere in ihrer Struktur und Funktion. Gleichzeitig sind damit auch diejenigen bedroht, deren Lebensgrundlage immer schon das Meer gewesen ist.
Kollaps in der Fischerei

Überfischung und Missmanagement der Fischereien haben schon jetzt zu einigen spektakulären Zusammenbrüchen bei den Fischbeständen geführt. Als 1992 die Kabeljaufischerei vor Neufundland in Kanada zusammenbrach, gingen damit auch 40.000 Arbeitsstellen in der Industrie verloren. Die Kabeljaubestände in der Nord- und Ostsee sehen nun dem gleichen Schicksal entgegen und stehen kurz vor dem Kollaps.

Statt nach einer langfristigen Lösung zu suchen, blickt die Fischerei-Industrie nun auf den Pazifik - doch das ist kein Ausweg. Politiker ignorieren noch immer den Rat von Wissenschaftlern, was das richtige Management der Bestände und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Fischerei bei gefährdeten Arten angeht.

Die Gefährdung der biologischen Vielfalt:
Die Plünderung der Weltmeere
Jagen, Fische und Sammeln sind älter als die Landwirtschaft; und Fischreichtum hat einst die Geschichte der Erde verändert: Längst bevor Kolumbus Amerika entdeckte, hatten baskische Fischer die reichen Kabeljaugründe vor Neufundland genutzt; ihr Geheimnis aber für sich behalten (>> mehr). Ähnlich den großen Bisonherden Nordamerikas zogen Schwärme des majestätischen Roten Thunfisches durch den Atlantik und ins Mittelmeer. Diese Zeiten sind vorbei. Heute gilt Fisch als gesunde Alternative zu übermäßigem Fleischkonsum, aber der aktuelle Weltfischerei-Report der Welternährungsorganisation FAO sagt, dass drei Viertel aller Bestände der kommerziell genutzten Meeresfische und -früchte überfischt oder bis an die Grenzen ausgebeutet sind; ein Viertel ist akut gefährdet. Im Jahr 2006 zeigte eine in der Wissenschaftzeitschrift Science von 14 Fischereibiologen veröffentlichte Studie1, dass bereits die Bestände von 30 Prozent der befischten Arten praktisch zusammengebrochen sind (die Bestände sind auf unter ein Zehntel der ursprünglichen Bestände abgesunken); wenn die Fischerei so weiterginge wie bisher, ist dies nach Ansicht der Autoren um die Jahrhundertwende für alle Arten der Fall. Vor Neufundland ist die Kabeljaufischerei eingestellt (>> unten auf dieser Seite), mit dem Roten Thunfisch verschwinden alte Traditionen wie die Almadraba in Andalusien (>> mehr).

Der weltweite Fischfang von 1950 bis 2004. Die chinesischen
Fangmengen werden getrennt dargestellt, da die Angaben als
übertrieben gelten. Beifang und illegaler Fang sind nicht
dargestellt, ebensowenig Meerestiere aus Aquakultur.
Abb. nach FAO Weltfischerei-Report 2006.
Noch landen jedes Jahr etwa 100 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte auf unseren Tellern - Thunfisch, Lachs, Hering, Kabeljau, Miesmuscheln, Tiefseegarnelen und viele andere, zum etwa einem Viertel “getarnt” im Fleisch von Schweinen und Hühnern, die mit Fischmehl gefüttert wurden. (Der weltweite Fischverzehr liegt deutlich höher: Dies liegt an dem Fisch aus Aquakultur und aus dem Süßwasser. Die Gesamtmenge der “Fischernte” einschließlich Aquakultur (>> unten auf dieser Seite) betrug im Jahr 2006 141,4 Millionen Tonnen.) Mit der heutigen Fangmenge scheint eine Grenze erreicht: Von 1950 bis 1990 haben sich die Fänge vervierfacht, seither bleiben sie trotz neuer Schiffe und besserer Fangtechniken gleich (siehe Abbildung oben). Die Qualität der Fänge nahm sogar deutlich ab: Heute werden Fische gefangen, die früher als “Beifang” (unerwünscht) galten; die Größe der Fische geht zurück. Der Großteil des Fangs wird heute von industriellen Fangflotten gemacht: Ein Prozent der Fischereiflotte fängt 50 Prozent der Meerestiere. Besonders umweltfeindlich ist es, wenn die Supertrawler der Fangflotten mit Grundschleppnetzen nach Bodenfischen jagen - dabei hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung, als “würden wir Hirsche, Kaninchen und Wildschweine jagen, indem wir die Wälder abholzen” (GEO 6/2007). Daneben spüren sie mit Echolot-, Sonargeräten und Aufklärungsflugzeugen Fischschwärme auf, die dann mit riesigen Netzen gefangen werden. Gut ein Drittel des Fischfangs ist nach FAO-Schätzungen illegal. Haien wird mitunter nur der Schwanz abgeschnitten, die Tiere lebend - aber zum Untergang verdammt - ins Meer zurückgeworfen (>> mehr). Zum eigentlichen Fang kommt noch ein weiteres Drittel an sogenanntem “Beifang”: unerwünschte Arten oder zu kleine Fische, die im besten Fall zu Fischmehl verarbeitet, meist aber einfach wieder über Bord gekippt werden - die Laderäume sollen lieber mit teurer Ware gefüllt werden.

Auch die reichsten Fischbestände können
vernichtet werden: Heute ist der Kabeljau
eine gefährdete Art. Seine Geschichte
finden Sie >> hier.
Aus den überfischten Gebieten der nördlichen Meere ziehen die Fangflotten gen Süden, etwa vor die Küsten Westafrikas. Dort konkurrieren sie mit den Küstenfischern, jenen 60 Prozent der Fischerboote, die nicht einmal eine Kajüte haben, mit ihrem Fang aber 200 Millionen Menschen in Afrika mit Protein versorgen (weltweit ist Fisch für eine Milliarden meist arme Menschen die wichtigste Proteinquelle).
Die ökologischen Folgen des Fischfangs
Die Überfischung bedroht nicht nur die Ernährung vieler Menschen, sondern hat auch Folgen für die Ökosysteme - die allerdings noch kaum bekannt sind. Schon das Leben in den Ozeanen ist wenig bekannt (>> mehr); welche Rolle etwa die Großtiere in den Meeren spielen, noch viel weniger. Manchmal werden die Folgen jedoch deutlich: So führte der Rückgang der Wale zu einer Verminderung der biologischen Produktivität des Südpolarmeeres (>> mehr), die Jagd auf Seeotter zu einer Vernichtung der Kelpwälder - Seeotter fressen Seeigel, die wiederum Kelp fressen; mit dem Rückgang der Seeotter nahmen die Seeigel zu und zerstörten die Kelpwälder. Die Rolle der Großfische, Haie oder Thunfische etwa, im Ökosystem des Weltmeeres ist aber noch kaum bekannt, die Folgen ihres Rückgangs daher nicht abzusehen. Vor der amerikanischen Atlantikküste aber war vermutlich die intensive Jagd auf große Haie dafür verantwortlich, dass die Bestände ihrer Beute, kleine Haiarten und Rochen, zunahmen - und die Meeresfrüchte wegfraßen, deren Bestände in der Folge deutlich zurückgingen (siehe auch >> Die ökologischen Folgen des Walfangs). Aber auch ohne komplexe Rückkoppelungen ist eins klar: Wenn Arten derart überfischt werden, dass die Bestände zusammenbrechen, sinkt die Produktivität der Fischbestände und ihre Rolle für die Ernährung der Menschheit wird bedroht. Wenn die Fischer auf früher nicht genutzte Arten ausweichen, wird die Nahrungsbasis der Großfische angegriffen, und eine mögliche Erholung der Bestände verhindert.
Es ginge auch besser...
Die Fachleute sind weltweit längst einig, was geschehen müsste, um die Fischbestände in Zukunft zu schützen: Die Ozeane müssen als Ökosystem geschützt werden. Die Organisationen, die Fangquoten festlegen, müssen neben Vertretern des Fischfangs auch mit Wissenschaftlern und Umweltschützern besetzt werden, um wissenschaftliche Erkenntnisse durchzusetzen. Fischereibiologen wissen etwa, wie viele weibliche Tiere in einem Gebiet leben müssen, um ausreichend Jungtiere zu erzeugen. Schon aufgrund natürlicher Schwankungen kann diese Zahl nicht immer erreicht werden, der Bestand sollte aber nach Ansicht der Biologen nicht unter die Hälfte dieses Bestandes fallen. Für den Kabeljau in der Nordsee beträgt dieser Mindestbestand 70.000 Tonnen - der tatsächliche Bestand wird aber auf nur 30.000 bis 50.000 Tonnen geschätzt. Konsequenz: Die Fischereibiologen fordern daher seit Jahren eine Pause in der Kabeljaufischerei in der Nordsee. Bisher ist diese jedoch politisch nicht durchsetzbar - die Fischerei- und Landwirtschaftsminister auch der EU verstehen sich als Interessenvertreter der Fischer, und fühlen sich nicht der langfristigen Erhaltung der Fischbestände oder den Konsumenten verpflichtet. Außerdem nützen Quoten nur, wenn sie kontrolliert und durchgesetzt werden, bisher ebenfalls eine Schwachstelle. Wie auf Land, könnten auch auf See Schutzgebiete helfen; und Verbraucher haben die Möglichkeit, mit Produkten aus nachhaltiger Fischerei (etwa mit dem Siegel des Marine Stewardship Council - MSC) ihren Beitrag zu leisten.

Können Biologen fischen?
Im Streit um die noch vorhandenen Fischbestände sagen Fischer oft, dass die Biologen die Bestände zu niedrig schätzen, da sie nicht fischen könnten: Sie verwendeten veraltete Methoden und fischten dort, wo jeder wisse, dass es keine Fische gäbe...
Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Während es den Fischern um maximale Fänge geht, wollen die Biologen die Entwicklung der Fischbestände erforschen. Daher müssen sie die gleichen Methoden verwenden, wie bei den Vergleichsmessungen vor Jahrzehnten - ansonsten wären die Fangmengen nicht vergleichbar. Ähnlich ist es mit den Orten, an denen gefischt wird: Die Biologen haben ein festes Raster, an denen jedes Jahr gefischt wird, während die Fischer natürlich den Fischen folgen. Für die Biologen ist es eben auch eine Erkenntnis, dass es an einem Ort keine Fische (mehr) gibt.

Lehrstück Kabeljau
Das nährstoffreiche Kontinentalschelf vor der Küste Neufundlands war einst der reichste Kabeljau-Fischgrund der Erde: Der Reichtum an Kabeljau hatte schon Wikinger und Basken nach Kanada gelockt, bevor Amerika “offiziell” entdeckt wurde (>> mehr). Als John Cabot im Jahr 1497 als erster moderner Europäer das nordamerikanische Festland erreichte, berichtete auch er vom Fischreichtum des neuen Landes. Tatsächlich waren die Fischgründe vor Nordamerika reicher als alles, was in Europa bekannt war, und so stürzten sich alle Fischereiflotten auf diesen Reichtum: 50 Jahre später trugen sie dazu bei, dass Kabeljau 60 Prozent des Fischverzehrs in Europa ausmachte. Franzosen, Basken, Spanier, Portugiesen, Briten: Sie alle fischten vor der Küste Nordamerikas. Häfen wie La Rochelle in Frankreich, Vigo und Bilbao in Spanien, Bristol und Plymouth in Britannien verdankten diesen Kabeljaugründen ihren Aufschwung.

Der Kabeljau (Gadus morhua): Einst vor der Küste Amerikas so reichlich, dass in Europa ein regelrechter Kabeljaurausch ausbrach. (Abbildung aus wikipedia, Eintrag >> Kabeljau, abgerufen 17.9.2007)
Um den Kabeljau haltbar zu machen, wurde er im Winter, paarweise am Schwanz zusammengebunden, über Stöcke zum Trocknen gehängt (Stockfisch) oder eingesalzen zum Trocknen auf Klippen gelegt (Klippfisch) - letzteres war ganzjährig möglich, erforderte aber Salz (dass den Mittelmeerländern zur Verfügung stand, den Briten aber nicht). Stock- und Klippfisch wurden in Europa zum wichtigen Handelsgut; und da er als Verpflegung für die immer häufiger werdenden Seereisen in die neue Welt geeignet war, wurde er gar zur strategischen Handelsware.
Vor allem aber prägte er die Geschichte Nordamerikas: Als im Jahr 1620 die ersten englischen Siedler Neuengland erreichten, kamen sie an eine Küste, die wegen ihres Kabeljaureichtums den Namen Cape Cod (Kabeljaukap) trug - die kabeljaureichen Fischgründe reichen bis in den Süden des heutigen Massachusetts. Vermutlich rettete der Fischreichtum die Pilgerväter, die weder gute Jäger noch Bauern waren, vor dem Verhungern; auf jeden Fall belieferten sie bereits im Jahr 1640 den Weltmarkt mit 300.000 Stück Kabeljau. Der Kabeljauhandel machte Neuengland zu internationalen Handelsmacht, zumal sich Kabeljau als billige, salz- und proteinhaltige Nahrung für die Sklaven auf den karibischen Zuckerrohrplantagen eignete - wo man zudem Ware loswurde, die die anspruchsvollen Märkte am Mittelmeer nicht akzeptierten. Dem Gesetz nach hätte die Kolonie ihre Waren eigentlich nur über das englische Mutterland vertreiben dürfen, praktisch wurde der Handel zunächst geduldet. Erst ein Jahrhundert später versuchten die Briten, ihre Kolonie an die Kandare zu nehmen (im Jahr 1733 mit dem Molassegesetz, das die Zuckereinfuhr aus der nichtbritischen Karibik mit Zöllen belegte) - zu spät: langandauernde Zoll- und Steuerstreitigkeiten führten 1773 zur Boston Tea Party, die schließlich zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1775 - 1783 führte, der mit der Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika endete (>> mehr)
Der Kabeljauhandel der Vereinigten Staaten wurde vom Ende der Sklaverei schwer getroffen; mit dem Ende der Plantagenwirtschaft wurde der karibische Markt sehr klein. Auf den europäischen Märkten hatten die Amerikaner aufgrund ihrer schlechten Qualität kaum eine Chance. Zwar entwickelte sich ein heimischer Markt, aber die alten Kaufmannsfamilien steckten ihr Geld lieber in die beginnende Industrialisierung.
Währenddessen entwickelte sich die Fischereitechnik weiter. Traditionell war der Kabeljau mit Handleinen gefischt worden; Anfang des 19. Jahrhunderts führten die Franzosen die Langleine ein, die mehrere Kilometer lang waren und viele Tausend Haken mit Ködern besaßen. Die Methode galt wegen des Kapitalbedarfs für die Köder als ungerecht; die Franzosen subventionierten ihre Flotten (um so von deren Seeleuten für ihre Marine zu profitieren). Die Norweger nutzten Wandnetze, in denen sich die Fische verfingen - auf diese Art sparten sie den Köder ein. Ende das Jahrhundert kam erstmals die Frage auf, ob man mit immer besseren Fangtechniken nicht die Fischbestände zerstören würde. Die Diskussion konnte aber zwei entscheidende Neuerungen nicht verhindern, die die Fischerei grundlegend verändern sollten: Dampfschiff und Gefrierkost.
Technische Neuerung in der Fischerei kamen meist aus Europa: Hier waren die Fischgründe weniger ergiebig und die Konkurrenz größer, alleine die Nordsee teilten sich acht Staaten. 1881 bauten die Briten den ersten dampfgetriebenen Trawler, und mit den Dampfschiffen setzte sich ab 1892 auch das Grundschleppnetz durch. Um die Jahrhundertwende hatten beide sich in Europa durchgesetzt. Mit dem Dampfantrieb konnten die Schiffe nun den Fischen folgen, die Fänge stiegen auf ein mehrfaches. Allerdings wurde bald der Fisch knapp, weshalb die Dampfschiffe begannen, vor der Küste Islands zu fischen. Währenddessen baute in Amerika, das noch bis zum Zweiten Weltkrieg weitgehend an Segelschiffen festhielt, in den 1920er Jahren Clarence Birdseye - ein ehemaliger Pelzjäger, der zum Erfinder geworden war - die erste Anlage zur industriellen Tiefkühlung. Gemeinsam mit der 1921 eingeführten Filettiermaschine entstand eine ganz neue Ware: Fischstäbchen, die ein enormer Erfolg waren (wobei der Kabeljau zunehmend von anderem Fisch verdrängt wurde - der Fisch in den Stäbchen ist immer das, was es gerade noch gibt). Im Zweiten Weltkrieg wurden beide Neuerungen dann kombiniert: Aus maschinengetriebenen Schiffen und Tiefkühltechnik gingen die heutigen Fabrikschiffe hervor, bei denen der Fang gleich an Bord verarbeitet und tiefgefroren wird. Das Auffinden von Fischschwärmen wurde durch Sonar und Aufklärungsflugzeuge erleichtert (insofern sind die Fischschwärme wohl auch ein “Kollateralschaden” des Kalten Krieges, dann das Sonar wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich zum Aufspüren sowjetischer U-Boote weiterentwickelt); heute werden auch Wärmesensoren auf Satelliten (und deren GPS-Daten) für den Fischfang genutzt.
Die Auswirkungen der neuen Technik wurden erstmals im Ersten Weltkrieg deutlich: Als die britischen Trawler eingezogen wurden, erholten sich die Kabeljaubestände, so dass 1917 und 1918 der isländische Küstenfischfang steigende Erträge hatte. Als die Briten zurückkehrten und in den 1920er Jahren die Deutschen dazukamen, sank er wieder. Ebenso brachte der Zweite Weltkrieg eine Erholungspause für die Fischbestände; nun fischten hier nur noch die Isländer, die mit den Rekordpreisen zu Kriegszeiten gutes Geld verdienten. Nach dem Krieg versuchten die Isländer, den Zugang zu den Fischgründen mit einer Ausdehnung seiner Hoheitsgewässer auf vier Meilen (1950) und später zwölf Meilen (1958) zu beschränken, was zum ersten “Kabeljaukrieg” (so die englische Presse) führte: Die Briten fischten unter dem Schutz britischer Kriegsschiffe, bis sie 1961 die Zwölfmeilenzonen anerkannten. 1971 dehnte Island seine Hoheitsgewässer auf 50 Meilen aus, 1975 auf 200 Meilen, beides begleitet von weiteren “Kabeljaukriegen”. Den Kabeljau rettete Island so aber nicht: Zuerst mussten die Flotte beschränkt werden, seit 1984 wurden Fangquoten eingeführt, seit 1995 dürfen höchstens 25 Prozent des Bestandes gefischt werden - die alten Fangmengen werden bei weitem nicht mehr erreicht. Aber immerhin erholen sich die Bestände langsam, Island gilt heute als Beispiel für gutes Management des Kabeljaus.
Schlimmer traf es Neufundland, das seit 1948 zu Kanada gehört. Als 1977 die Zweihundertmeilenzone eingeführt wurde, sah Kanada die Chance, die reichen Kabeljaugründe für eine ökonomischen Aufschwung Neufundlands zu nutzen. Und tatsächlich wurde die Hochseefischerei wieder zu einem ertragreichen Wirtschaftszweig; die Küstenfischerei litt jedoch unter sinkenden Erträgen. Die Schuld gaben die Küstenfischer den Grundschleppnetzen der Hochseefischerei - es kamen keine Fische mehr zum Laichen an die Küste. Noch 1989 weigerte sich Kanadas Fischereiminister, mit den Küstenfischern zu reden. Drei Jahre später, 1992, waren die Bestände soweit zurückgegangen, dass er die Aussetzung des Kabeljaufangs im nördlichen Atlantik verfügen musste; 1994 wurde das Moratorium auf die gesamte Küste Kanadas ausgedehnt. Bis heute sind die Bestände jedoch nicht wieder angestiegen. Niemand weiß genau, woran dieses liegt. Möglicherweise haben andere Arten wie Rochen, Glattrochen und Dornhaie die ökologische Nische des Kabeljaus besetzt und fressen seine (frühere) Nahrung, die nun keine großen Kabeljaubestände mehr ernähren kann. Die Ökologie der Meere ist immer noch nicht gut genug verstanden, um eine sichere Antwort zu wissen. Die einst so reichen Fischgründe Neufundlands sind jedenfalls erschöpft, und die Arbeitsplätze, um derentwillen sie vernichtet wurden, sind auch verloren.
Literaturtipp: Mark Kurlansky: Kabeljau. Der Fisch, der die Welt veränderte. List Taschenbuch Verlag 2000.

Alternative Aquakultur?
Schon heute stammen über 40 Prozent der Meeresfische aus Mastanlagen: Gäbe es Lachs nur als Wildfang, wäre er für die meisten Kunden längst unbezahlbar. Auch die Aquakultur hat indes ihre Probleme: Zum einen werden immer noch Fische eigens als Futter für die Farmen gefangen (Farmen mit Ökosiegel beziehen ihr Futter dagegen etwa aus den Resten von Filettierbetrieben), zum anderen können die Abwässer in strömungsarmen Buchten ansammeln. Für Garnelenbecken werden oftmals Mangroven vernichtet.
Aber Aquakultur ist wohl der einzige Weg, den wachsenden Appetit der Menschheit auf Fisch und Meeresfrüchte zu decken. Umso wichtiger also, dass die Betriebe umweltschonend arbeiten. Für die Wasserqualität ist eine Verlagerung der Farmen aufs Meer oftmals die beste Lösung. Bei der Bio-Aquakulturen werden Schädlinge wie Seeläuse statt mit Antibiotika mit Putzerfischen bekämpft. Für Verbraucher ist ein Ökosiegel die beste Orientierung: Bio-Lachs oder Bio-Garnelen aus Aquakultur sind auch für Naturschutzorganisationen wie den WWF empfehlenswert. Inzwischen ist es sogar gelungen, Kabeljau in Farmen zu züchten; im Jahr 2007 kamen bereits 13.000 Tonnen Zuchtkabeljau auf den Markt - und ist nach Angaben von Gourmetköchen sogar besser als der Wildfang (Der Spiegel 7/2009).
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# Posté le mercredi 11 novembre 2009 04:35

kedkejd

aller – venir
arriver - partir
entrer - sortir
monter - descendre
rester - retourner
tomber
retourner
rentrer
oben die mit etre <3
hier avoir :D

j'ai chanté
tu as chanté
il/elle/on a chanté
nous avons chanté
vous avez chanté
ils/elles ont chanté

.
Numerus Genus Suffix Beispiel
Singular männlich - Il est allé.
Singular weiblich -e Elle est allée.
Plural männlich -s Ils sont allés.
Plural weiblich -es Elles sont allées.
FUTUR _D
préférer

je préférai
espérer
j'espérerai
compléter
je compléterai
considérer
je considérerai
répéter
je répéterai
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# Posté le mardi 03 novembre 2009 16:00

für alle affen und soo <3

BULEMIE

Gliederung:
1. Allgemeine Informationen
2. Verbreitung
3. Beschreibung der Krankheit
4. Auslöser
5. Folgen
6. Alarmzeichen
7. Überwindung der Krankheit


1. Fachbegriff:Bulimia nervosa
-griechisch: bulimos = Ochsenhunger
-Berichte über Krankheit schon aus der Antike bekannt

2. -verlässliche Angaben über Verbreitung gibt es nicht, weil Krankheit oft geheimgehalten wird
-etwa 95% der Betroffenen sind Frauen, davon 2-4% Frauen zwischen 18 und 35 Jahren

3. -wiederholte Fressattacken, gefolgt von selbst herbeigeführten Erbrechen -> geschieht heimlich
-meist fett- u. kohlenhydratreiche Nahrungsmittel -> bis zu 50.000 Kalorien pro Fressattacke
-Ess-/Brechattacken führen zu negativen Empfindungen wie:
Selbstekel
Schuld- u. Schamgefühle
-Angst vor Entdeckung der Krankheit und Gefühl, dass niemand einen mag führt zur Isolation
-Leben wird von zwei sich abwechselnden Gefühlen bestimmt: dringendes Bedürfnis, etwas zu essen und der Wunsch, dünn zu werden bzw. zu bleiben
-beschäftigen sich permanent mit allem, was mit Essen, Kalorien, Köpergewicht, Diät und Figur zu tun hat

4. -hohe Bdeutung am Schönheitsideal
-Familienprobleme
-aus Magersucht heraus entwickelt: ständiges Hungerbemühen bricht zusammen -> Fressattacke = Schwäche -> Ausgleich durch Erbrechen
-häufige Charaktereigenschaften:
starke Leistungsorientierung
geringes Selbstbewusstsein
instabiles Selbstwertgefühl
Perfektionsstreben
Angst vor Nähe -> größere Anfälligkeit für psychische Erkrankungen

5. -begleitende Umstände könne Entwicklung von Drogen-, Alkoholsucht oder Borderline-Persönlichkeitsstörung (Selbstverletzung, z.B. durch Schnitte in Haut) sein
-Störungen des Elektrolythaushalts -> Kalium-, Magnesiummangel durch Erbrechen, Abführmittel, Fehlernährung
-Depressionen
-Herzrhytmusstörungen
-Muskelschäden
-bleibende Nierenschäden
-starke Karies (durch Magensäure)
- Durchfall und Verstopfung -> oft im Wechsel
Verletzungen und Schwellungen der Speiseröhre

6.-gerötete, geschwollene Augen
-auffallend starke Karies Magensäure zersetzt Zähne
-"Verschwinden" von Nahrungsmitteln im Haushalt
-Aufsuchen der Toilette nach jeder Mahlzeit

7. -ertser und wichtigster Schritt ist Krankheitseinsicht des Betroffenen
- es gibt verschiedene Therapieformen:

Einzeltherapie:
-direkte Beziehung zum Therapeuten
-verstehen, warum Bulimie einziges Mittel war, um Problem zu lösen
-man sucht neue Wege zur Bewältigung
-Häufigkeit häng von Schwere der Essstörung ab

Gruppentherapie:
-man weiß, dass man nicht alleine ist
-Gruppenmitglieder unterstützen und helfen sich gegenseitig

Familientherapie:
-Menschen, die einem sehr nahe stehen, werden mit einbezogen
-Probleme der Familie werden diskutiert
-Problemlösung nur dann, wenn alle damit einverstanden sind

Selbsthilfegruppen:
-meist sind Leiter Menschen, die eigene Erfahrungen mit Essstörungen haben
-Mitglieder helfen und unterstützen sich gegenseitig


Was sehr wichtig für die Betroffenen ist:
Medizinische Behandlung:
-Gesundheit muss vom Arzt überwacht werden
-wenn man körperliche Komplikationen unbehandelt lässt, kann es zu ernsten gesundheitlichen Problem oder sogar zum Tod führen

Ermährungsberatung:
-ein qualifizierter Berater kann helfen, wieder ein gesundes Essmuster zu entwickeln

Medikamente:
-Unterstützung -> weniger Anfälle
-sollten mit allen Bereichen der Behandlung kombiniert werden

Stationäre Aufnahme:
-nötig, wenn sehr geringes Gewicht, mehrmals am Tag Ess-/Brechanfälle, Depressionen
-hilft, Essverhalten zu kontrollieren
-in manchen Krankenhäusern gibt es Abteilungen, die spezialisiert auf Essstorungen sind ->psychologische und physiologische Hilfe
- Bulimie ist gefährlich weil :
- a) Entzündung der Speiseröhre
b) Magensäure zersetzt Zähne
c) Herzrhythmusstörungen
























Magersucht

Was ist Magersucht überhaupt?

Magersucht ist eine Essstörung, an der mehr als 100.000 Mädchen und junge Frauen im Alter von zwölf bis 25 Jahren leiden. Männer sind nur zu fünf Prozent betroffen. Die Betroffenen halten meist eine strenge Diät oder verweigern Nahrung total. Häufig beginnt die Magersucht kurz nach dem Einsetzen der ersten Regelblutung.
Magersucht ist eine Seelenkrankheit, die den Körper als Ausdrucksmittel benutzt. Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt, an dem die Krankheit ausbricht, keinen, an dem sie geheilt ist; alles geschieht in einem langwierigen Prozess, baut aufeinander auf, ist miteinander verknüpft.


Wie entsteht oder was führt zur Magersucht?

Es gibt verschiedene Gründe, die zu Magersucht führen können, aber mitwirkend sind dabei auch persönliche Charakteristiken.
Einige davon sind:

Wenig oder kein Selbstbewusstsein - fühlt man sich unsicher, zu dick oder nicht hübsch genug oder man ist einfach nicht mit sich und seinem Körper zufrieden, kann das zu Magersucht führen.

>> Die Schönheitsideale in Fernsehen, Werbung und Zeitschriften. Models und Schauspieler sind schön, schlank und hübsch. Viele junge Menschen nehmen diese als ihr Vorbild.

>> Die Kontrolle über den eigenen Körper und das eigene Leben zu haben. Es gibt einem das Gefühl etwas besonders gut zu können, den Körper unter Kontrolle zu haben.

>> Die Angst vor dem Erwachsen werden – oft entwickelt sich Magersucht während der Pubertät, da dies eine Zeit der großen Veränderung ist: Sexuell, körperlich und emotionell.

>> Konflikte in der Familie – z. B. Scheidung der Eltern.

>> Um Aufmerksamkeit zu bekommen, manchmal ist Magersucht so eine Art Hilferuf.

>> Bei Sportler, von denen erwartet wird, dass sie besonders schlank sind z. B. Skispringer oder Tänzerinnen besteht ein besonderes Risiko, dass sie magersüchtig werden.
Anzeichen für Magersucht
>> Extremer Gewichtsverlust
>> Diäten machen ohne übergewichtig zu sein
>> Verstecken des Körper, z. B. weite Pullover tragen
>> wenig oder keine Nahrungsaufnahme
>> Probleme vor anderen zu essen
>> ungewöhnliche Essgewohnheiten: Das Essen in Farben, Zahlen einzuteilen und Essen auf dem Teller zu arrangieren
>> Aussetzten der Regel oder verspätete Geschlechtsreife.
Welche Krankheitszeichen treten bei Magersucht auf?

körperliche Auswirkungen

Niedriger Puls und niedrige Körpertemperatur, Gesamtreduktion der Verbrennung von Nahrungsmitteln, Haarausfall, trockene Haut, Müdigkeit, unregelmäßige Monatsblutung, Kältegefühl, Hormonstörungen
>> Körperschemastörung
>> Trotz starker Gewichtsabnahme fühlt sich der Betroffene immer noch zu dick.
>> Veränderte Essgewohnheiten
>> Ein Magersüchtiger vermeidet kalorienreiche Nahrung.
Oft kocht er auch für andere ohne mitzuessen und wenn er isst dauern selbst kleine
>> Mahlzeiten ziemlich lange.
>> Seelische Veränderungen
>> Die Betroffenen haben panische Angst vor der Gewichtszuname
>> Gewichtsverlust
>> Viele Magersüchtige magern oft 45% ihres Gewichts ab.

Wie kann Magersucht behandelt werden?

Die Krankheit hat sowohl körperliche als auch seelische Symptome, wodurch die Behandlung beide Gebiete abdecken muss. Aus diesem Grund sollte nicht nur ein Arzt befragt, sondern gegebenenfalls auch ein Psychologe bzw. ein Psychotherapeut zu Rate gezogen werden. Heilung ist ein schwieriger Prozess, der mehrere Monate oder auch Jahre dauern kann. Gut ist es wenn der Heilungsprozess durch Selbsthilfegruppen, Familie und Freunde unterstützt wird. Das Ziel der Therapie ist es, z. B. dem Menschen bei folgendem zu helfen:
>> Entwicklung normaler Essgewohnheiten
>> Wiederherstellung und Einhaltung eines normalen Körpergewichtes
>> Die Stärkung der eigenen Fähigkeiten mit Problemen umzugehen
>> Eine oder mehrere gegenseitige Freundschaften mit passenden Menschen
>> Das überwinden der ungesunden Einstellung gegenüber dem eigenen Körper, dem eigenen Selbst und Beziehungen
>> Bei Frauen ein wieder regelmäßiger Zyklus
>> Aktivitäten, die Spaß machen und nichts mit Essen, Gewicht oder Aussehen zu tun haben
>> Gruppentherapie und Familientherapie

Normalerweise muss der Betroffene keine Medikamente einnehmen, außer es kommt zu körperlichen Komplikationen (z. B. Kaliummangel, Magen-Darmträgheit). In Fällen mit ausgeprägter Depression werden jedoch vom Arzt Antidepressiva verschrieben.


Welche Komplikationen können entstehen?

Die Magersucht kann zu einer chronischen Krankheit werden
Es treten Müdigkeit und Konzentrationsschwäche auf
Das psychische Gleichgewicht geht verloren und Missmut, Depressionen und Selbstmordgedanken können auftreten.
Das Sterberisiko ist durch Selbstmord oder Unterernährung erhöht.
Permanenter Hungerzustand löst Osteoporose ( Verminderung von Knochensubstanz ) und Schäden an Herz, Leber, Niere und Gehirn aus. Bei Jugendlichen setzt eine Wachstumshemmung ein.


Biologischer Aspekt der Ess - Störungen

Menschliche Körper interessiere sich nicht dafür, was die Gesellschaft meint, wie unsere Körper aussehen sollten. Der Körper hat sein eigens Spektrum oder das Idealgewicht. Bei normaler, gesunder Ernährung, wird er dieses Gewicht auch halten, dies erklärt auch, warum 95% aller Diäten auf lange Sicht nicht funktionieren. Wenn man einen Körper hungern lässt, macht der Mensch einer Reihe wichtiger psychologischer und körperlicher Veränderungen mit.


Prognose

Bei Magersucht kann es sich um ein dramatisch verlaufendes Krankheitsbild handeln, das mit einer hohen Sterberate, bei ca. 10%, verbunden ist.

Je früher man der Erkrankung den Kampf ansagt, um so besser sind die Chancen, wieder gesund zu werden. Die durchschnittliche Krankheitsdauer beträgt drei Jahre. Selbst nach mehreren Jahren Magersucht stehen die Chancen gut, wieder vollkommen gesund zu werden!
















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# Posté le mardi 20 octobre 2009 17:27